Wilmas's Airmail, 2011

Wilmas's Airmail, 2011

Holbox gehört zu den vergessenen Karibikparadiesen. Die Maya besiedelten die Insel und gaben ihr auch den Namen. Holbox bedeutet „Schwarzes Loch“ – inspiriert vom Wasser in der Lagune Yalahao, das durch Mangrovenflächen tiefdunkel und bedrohlich glänzt.

Auf der langgezogenen Insel vor der Nordküste der Halbinsel Yucatán leben gerade mal 1.500 Menschen. Die Häuser im einzigen Ort der Insel sind klein und einfach, befestigte Straßen und Autos gibt es nicht. Menschen und Güter werden mit elektrischen Golfkarren befördert.

Nur wenige Touristen verirren sich auf die Insel – zu schwer zu erreichen, keine Infrastruktur, keine Vergnügungsangebote. Und besonders in den klimatisch feuchten Monaten haben Heerscharen von Sandflöhen die traumhaften Strände mit den rauschhaften Sonnenuntergängen fest im Griff.

Dafür schauen immer wieder zerstörerische Wirbelstürme vorbei und stürzen die Natur ins Chaos. Eine Schneise der Verwüstung richtete 2007 auch Hurricane Wilma an. Das fast 3 Meter hohe Bauelement auf dem Foto wirbelte Wilma fast einen Kilometer weit durch die Luft und setzte es krachend am Strand ab. Dort verharrt es seitdem als bizarrer Fremdkörper, wie ein monolitisches Mahnmal der Naturgewalten.